Die FDP Dübendorf lehnt die von der SP lancierte städtische Volksinitiative zur Schaffung eines kommunalen Fonds mit 50 Millionen Franken für subventionierten Wohn- und Gewerberaum entschieden ab. Aus liberaler Sicht setzt die Initiative auf das falsche Mittel und verfehlt damit das eigentliche Problem auf dem Wohnungsmarkt.
Steigende Mieten sind in erster Linie eine Folge eines zu knappen Angebots. Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss mehr Bauen ermöglichen. Staatliche Fonds und Subventionen bekämpfen Symptome, nicht Ursachen. Erfahrungen aus Städten wie Basel legen nahe, dass umfangreiche staatliche Eingriffe bislang weder zu mehr Wohnraum noch zu tieferen Marktmieten geführt haben. Vielmehr werden private Investitionen gebremst und die Knappheit langfristig verschärft.
Hinzu kommt eine grundlegende Gerechtigkeitsfrage: Subventionierter Wohnraum führt zu einer Ungleichbehandlung. Einige wenige profitieren dauerhaft von tiefen Mieten, während andere – oft mit vergleichbaren Einkommen – auf dem freien Markt deutlich höhere Mieten bezahlen müssen. Das schafft Zufälligkeiten statt Fairness und erhöht das Risiko intransparenter oder politisierter Vergabeentscheide.
Besonders kritisch beurteilt die FDP die Forderung, künftig sogar Gewerberaum staatlich zu subventionieren. Damit überschreitet die Initiative eine klare ordnungspolitische Grenze. Gewerberaum gehört zum unternehmerischen Risiko und grundsätzlich in den freien Markt. Wenn der Staat beginnt, Mieten für Betriebe festzulegen oder zu verbilligen, wird er vom Ordnungsgeber zum Marktakteur und verursacht erhebliche Wettbewerbsverzerrungen.
Die FDP Dübendorf setzt sich für eine andere Wohnbaupolitik ein: rasche und verlässliche Bewilligungsverfahren, Verdichtung nach innen, weniger Bürokratie und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen. Mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch staatlichen Aktionismus, sondern durch mehr Bauen!