Digitale Souveränität: Postulat für Schweizer und Open-Source-Lösungen

Medienmitteilung der FDP Dübendorf vom 3. Februar 2026

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom vergangenen Montag das von FDP-Gemeinderat Rafa Tajouri und zehn Mitunterzeichnenden eingebrachte Postulat «zur Förderung der digitalen Souveränität durch den Einsatz schweizerischer und Open-Source-Softwarelösungen» mit 31:3 Stimmen dem Stadtrat überwiesen.

Digitale Souveränität bedeutet, dass eine Gemeinde selbstbestimmt über ihre digitalen Ressourcen, Daten und Infrastrukturen verfügen kann. Rafa Tajouri machte in seinem Votum deutlich, dass heute im Softwarebereich Abhängigkeiten von wenigen ausländischen Grossanbietern bestehen. Das erhöhe die Verwundbarkeit und schränke den Handlungsspielraum ein. Dübendorf soll deshalb seinen Spielraum im Einkauf nutzen und schrittweise robuster werden. Besonders wichtig ist dies auch im Bildungsbereich, wo geschlossene Ökosysteme früh verankert werden können.

Das Postulat verlangt vom Stadtrat einen Bericht. Er soll prüfen, ob und welche Massnahmen im Zuständigkeitsbereich des Stadtrats möglich sind, um im Softwarebereich Produkte ausländischer, insbesondere amerikanischer Anbieter durch Schweizer oder Open-Source-Lösungen zu ersetzen. Im Fokus stehen Bürosoftware, Cloud-Dienste, Webbrowser, Suchmaschinen und KI-Anwendungen. Der Bericht soll eine Bestandsaufnahme der heute eingesetzten Lösungen enthalten, eine mögliche Mitgliedschaft im Netzwerk «SDS – Souveräne Digitale Schweiz» beurteilen, den Bedarf einer Strategie klären und konkrete Handlungsoptionen für Dübendorf aufzeigen. Zudem soll der Stadtrat mindestens zweimal pro Legislatur über Massnahmen, Resultate und Kosten berichten.

Die FDP Dübendorf setzt damit ein klares Zeichen für verantwortungsvolle Digitalisierung, mehr Unabhängigkeit und einen sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Daten und Mitteln.