FDP.Die Liberalen

Dübendorf

Stellungnahme auf den Leserbrief von Markus Gisel (Glattaler, Fr, 28.10.2016: „Und es braucht den Innovationspark in Dübendorf doch nicht“)

 

lightbulblitupMarkus Gisel ist in seinem Leserbrief skeptisch gegenüber Dübendorf als Standort für einen Innovationspark. Er scheint zu glauben, dass der Innovationspark den Flugbetrieb verunmöglichen würde. Dazu möchte ich einige Punkte aus meiner Sicht klarstellen.

Es ist eine Bedingung des Bundes, dass ein künftiger Flugbetrieb in Dübendorf durch den Innovationspark gewährleistet sein muss. Daraus könnte sogar eine «win-win»-Situation entstehen. Der Innovationspark und Flugbetrieb könnten gegenseitig voneinander profitieren. Denn Innovation lebt bekanntlich vom Austausch. Ziel des Innovationsparks soll die Zusammenführung von Forschung und Wirtschaft sein. In einer globalisierten Welt führt Innovation zu Fortschritt und Wohlstand.

Mit der ETH, welche zu den zehn besten Hochschulen der Welt zählt, und den anderen Bildungsinstituten haben wir zusammen mit der starken Wirtschaft im Raum Zürich ein enormes Potential. Auch die EMPA geniesst einen hervorragenden Ruf, und hatte sogar Anteil an der Forschung des diesjährigen Nobelpreisträgers für Chemie. Ein Standort in der Nähe von hervorragender Forschungseinrichtungen ist wichtig und eine grosse Chance für fruchtbaren Gedankenaustausch.
Schliesslich sind die Rahmenbedingungen in Dübendorf mit guten Verkehrsanbindungen ideal. Es macht viel mehr Sinn, hier im (sub)urbanen Raum Platz für Forschung zu schaffen, als in der unberührten Natur ländlicher Gegenden. Genau weil wir haushälterisch umgehen müssen mit unserem Land, müssen wir uns genau überlegen, welche Gebiete wir für welchen Zweck nutzen möchten. 

Der Innovationspark ist ein Generationenprojekt. Es dauert wohl Jahre, oder gar Jahrzehnte, bis sich hier ein Forschungscluster etabliert. Die sorgfältige, etappenweise Planung sieht denn auch vor, zuerst die bestehende Infrastruktur am Flugplatz zu nutzen und erst später, wenn nötig, neue Gebäude zu erstellen. Lassen wir dem Ganzen doch eine Chance, und schauen, wie es sich Schritt für Schritt entwickelt. Damit bewahren wir uns Flexibilität, verbauen uns aber nichts.

Schon jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, wäre unklug. Die Politik hat den Auftrag, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen und ideale Rahmenbedingungen für den Fortschritt in unserem Land zu schaffen. Der Innovationspark stellt eine Chance dar, unser Land weiterhin auf Erfolgskurs zu halten.
Leider hat die Schweiz in der Vergangenheit bereits Chancen nicht genutzt, man schaue sich z.B. die IT-Industrie an. Im Raum Zürich werden Master Studenten mit Zusatzausbildung im Webdesign für Praktika angeworben. Dies bedeutet, dass man für einen kleinen Lohn erste Erfahrungen sammeln „darf“. Dass diese Unternehmen Praktika anstelle von Festanstellungen ausschreiben, zeigt ein Mangel an innovativen Arbeitsplätzen in diesem Bereich. Während dem, dass man an anderen Orten mit der gleichen Ausbildung bereits fünfstellige Beträge verdienen kann. Dies, weil dort die Rahmenbedingungen für Innovation geschaffen wurden, während dem in der Schweiz viele lieber auf mögliche Risiken verweisen, als zukunftsgerichtete Schritte zu wagen.
Wer daher für eine wirtschaftlich starke und zukunftsgerichtete Schweiz mit Wohlfahrt einsteht, setzt sich für diesen Park ein.

 
Mathias Gräzer,

Mitglied FDP Dübendorf

 

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