Ein dichtes ÖV-Angebot ist zentral für die urbane Mobilität

In den letzten 20 Jahren ist die Bevölkerung Dübendorfs stark gewachsen und nach den aktuellsten Prognosen wird unsere Stadt im Jahr 2030 rund 35'000 Einwohner haben. Dazu kommen Projekte wie der Innovationspark oder zwei neue Kantonsschulen, die in den nächsten Jahren realisiert werden und zu einem Anstieg der Pendlerzahlen führen.

Diese Entwicklungen verändern die Ansprüche an das städtische Mobilitätssystem: Es soll den Verkehr effizient bewältigen, zugleich aber auch nachhaltig sein. Mehrverkehr soll so gut wie möglich vermieden werden und wo er trotzdem entsteht, soll eine Verlagerung hin zum öffentlichen Verkehr sowie zum Fuss- und Veloverkehr stattfinden und eine verträgliche Gestaltung angestrebt werden. Dazu braucht es ein qualitativ hochstehendes Angebot im ÖV. Dieser stellt mit seiner hohen Transportleistung und der Flächeneffizienz das Rückgrat der urbanen Mobilität dar.

Der ÖV in Dübendorf ist heute schon attraktiv, es zeigen sich aber dennoch Schwachstellen:

  • Im Freizeitverkehr ist das heutige Angebot zu gering. In den Randzeiten sowie am Sonntag verkehren die meisten Linien nur im Halbstundentakt. Am Abend fahren die letzten Busse teilweise bereits vor Mitternacht, was für später Heimkehrende unattraktiv ist. Aus unserer Sicht soll in Dübendorf als allgemeines Grundangebot zu allen Zeiten der Viertelstundentakt gelten. Zudem sollen alle Stadtquartiere auch nach Mitternacht noch mit dem ÖV erreicht werden können. 
  • Die Busse der Linien 752 und 760 sind zunehmend gut ausgelastet. Mit der baulichen Verdichtung entlang der Zürichstrasse sowie dem andauernden Wachstum im Gebiet Giessen-Hochbord wird sich die Situation weiter verschärfen. Der Einsatz von grösseren Fahrzeugen auf diesen beiden Buslinien ist daher notwendig.

Neben Verbesserungen am bestehenden Angebot braucht es auch Ausbauten, wo die existierenden Linien an ihre Grenzen zu stossen drohen. In dieser Hinsicht ist die Verlängerung der Glattalbahn entlang der Überlandstrasse in Richtung Innovationspark für uns zentral. Umso erfreulicher finden wir die Feststellung des Gutachtens Verkehr 2045, dass dieses Projekt prioritär angegangen werden soll. Wir erwarten, dass auch der Kantonsrat dieses Signal erkennt und das Vorhaben in die KEF-Planung 2026-2029 aufnimmt.

Die FDP ist überzeugt, dass ein starkes ÖV-Angebot die Standortattraktivität Dübendorfs weiter erhöht und sich positiv auf die Lebensqualität in unserer Stadt auswirkt.