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Andreas Sturzenegger: Finanzpolitische Gedanken
Der Umgang mit den Finanzen der öffentlichen Hand muss sparsamer
sein. Entscheidend für eine konsequente Sparpolitik ist der haushälterische
Umgang mit den Steuergeldern im Alltag: Das Ziel in der Verwaltung muss
es sein, jede einzelne Aufgabe so rationell und effizient wie möglich
zu erfüllen. Die Staatsquote ist zu senken und tief zu halten. Die
Ausgaben sind mit konsequenter Kostenkontrolle zu überwachen. Mehrausgaben
sind nur dann zu rechtfertigen, wenn sie mit mehr Aufgaben oder mit Einsparungen
auf einem anderen Gebiet verbunden sind, im letzteren Fall sollten die
Einsparungen grösser sein als die Mehrausgaben. Die Zusammenarbeit
mit dem örtlichen Gewerbe ist dafür oft die beste Lösung.
Stabilität im Beschaffungswesen und der Investitionspolitik der Gemeinde
sind für das Gewerbe wichtig und lösen wiederum Investitionen
der Privatwirtschaft aus und fördern damit Wachstum und Wohlstand.
Das antizyklische Verhalten der Gemeinde, d.h. in Rezessionsphasen die
Steuern tief zu halten und in konjunkturellen Wachstumsphasen die Haushalte
zu sanieren insbesondere Schulden abzubauen und damit die Wirtschaft anzukurbeln,
ist ein wichtiges Signal der Finanzpolitik, das allerdings nur dann greift,
wenn es auf allen Ebenen von Bund, Kanton und Gemeinden konsequent verfolgt
wird.
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